Minimales Risiko: Kaum regulierte KI-Systeme

Die meisten KI-Systeme auf dem Markt fallen unter die Kategorie "minimales Risiko" und unterliegen keinen spezifischen Pflichten. Freiwillige Verhaltenskodizes werden jedoch empfohlen.

Was gilt als minimal riskant?

Alle KI-Systeme, die weder verboten noch als Hochrisiko eingestuft sind und keine nennenswerten Transparenzpflichten auslösen, fallen in die Kategorie des minimalen Risikos. Sie sind weitgehend unreguliert.

Beispiele: KI-Spam-Filter, KI in Videospielen, KI-Empfehlungssysteme für nicht-wesentliche Dienste, KI-gestützte Produktivitätstools, KI-Übersetzungstools, einfache Bildbearbeitungs-KI.

Die EU-Kommission schätzt, dass der Großteil der derzeit auf dem EU-Markt verfügbaren KI-Systeme in diese Kategorie fällt – zumindest nach dem Stand von 2021. Mit dem Aufkommen generativer KI (ChatGPT, Midjourney etc.) hat sich die Bewertung jedoch verschoben.

Empfohlene freiwillige Maßnahmen

Obwohl keine gesetzliche Pflicht besteht, empfiehlt die EU-Kommission Unternehmen, die minimal riskante KI einsetzen, freiwillige Maßnahmen zu ergreifen:

  • Unterzeichnung des freiwilligen KI-Pakts (AI Pact) der Europäischen Kommission
  • Einhaltung von KI-Ethikgrundsätzen (Transparenz, Fairness, Erklärbarkeit)
  • Interne Dokumentation des KI-Einsatzes
  • Schulung der Mitarbeitenden im Umgang mit KI (AI Literacy)

Selbst ohne gesetzliche Pflicht kann eine proaktive Compliance-Haltung das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern stärken und zukünftige Regulierung antizipieren.

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